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Über den Künstler
… allen Exponaten gemein ist die Andeutung horizontaler Linien, die die jeweiligen Flächen organisieren und gliedern. „Schrift“ im eigentlichen Wortsinn ist nicht sichtbar, doch die Lineaturen, Aussparungen und Ausbrüche, die den Charakter von Zeilen besitzen, vermitteln die Vorstellung, die Idee von Schrift und Text. Die Anordnung der Zeilen ist unterschiedlich und lässt Assoziationen alter Texte wie etwa mittelalterliche Handschriften mit breiten unbeschriebenen Rändern ebenso zu wie Gedanken an randlos linierte Blätter eines einfachen Schreibblocks. André Schweers schafft in seinen Bildobjekten Erinnerungsräume der Schrift, fiktive Orte von Texten. Dabei sind seine Arbeiten zeitlos, sie sind retrospektiv, rekurrieren auf Gelesenes, Gewusstes, bzw. Geschehenes und sind appellativ zugleich, denn sie sind auch der Ort, das Modell potentieller neuer Texte. Der künstlerische Papierguss verweist auf vorindustrielle Herstellungsverfahren, auf die Qualität des „Handgemachten“ und visualisiert eindrücklich die Taktilität und vielgestaltige Sinnlichkeit des Materials Papier, das zart oder rau, an den Rändern unregelmäßig ausgefasert oder gerissen, als verletzliche dünne Haut oder sich selbstbewusst in den Raum wölbende Kraft vorgeführt wird. Pia vom Dorp 2005 |
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| Arbeiten | |
![]() "Foliant", 2005 Papierguss, Pigmente 60 x 50 x 5 cm |
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Die Künstler der Goldstraße 15:
Hildegard Bauschlicher • Horst Inderbieten • Michael Kiefer • Evangelos Koukouwitakis • Sigrid Kruse • Wolf Diethard Lipka
Josef Müller • Walter Schernstein • André Schweers • Hans-Jürgen Vorsatz • Ulrike Waltemathe • Joerg Zboralski