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Joerg Zboralski Über den Künstler

Vita

Arbeiten

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Kontakt:
zboralski@goldstrasse-15.de

Link:
www.zboralski.com

Portrait - Zboralski Über den Künstler

„Die Welt ist voll von mehr oder weniger interessanten Objekten; ich möchte keine weiteren hinzufügen. Ich ziehe es vor, einfach die Existenz von Dingen in Zeit und/oder Raum festzustellen. Genauer gesagt, meine Arbeit beschäftigt sich mit Dingen, deren Beziehung zueinander sinnlich nicht unmittelbar wahrnehmbar ist. Weil die Arbeit nicht unmittelbar wahrnehmbar ist, hängt ihr Gewahrwerden von einem Dokumentationssystem ab. Diese Dokumentation besteht aus Photographien, Karten, Zeichnungen und Erläuterungen.“  (Douglas Huebler)

Der künstlerischen Arbeit Zboralskis liegt ein veränderter Begriff von Autorenschaft zugrunde. Mit der Intention, die Kunst vom Repräsentations- und Dekorationsbedürfnis der bürgerlichen Kultur zu befreien, eignet sich Zboralski antiauratisches Material an, legt Dokumentensammlungen aus der Kunstwissenschaft (Konstruktivismus, Conceptual Art, Minimal, Earth Art) und esoterischen Grenz- und Pseudobereichen (Ufologie, Science Fiction) an. Er bezieht Devotionalienkult jugendkultureller Pop-Phänomene sowie außerkünstlerische Materialisationen ein, um aus scheinbar disparaten Welten ein neues geistigen System zu knüpfen.
Dabei greift er natur-, wie auch geisteswissenschaftliche Methodologien auf, weil das Werk sich nicht als individualistische Selbstäußerung entwickelt, sondern sich als Modell von Referenzen, Bezügen, Verweisen und Konnotationen gewissermaßen selbst äußert. Die aus diesem Werkbegriff resultierende Distanz zum generellen Selbstverständnis künstlerischer Autorenschaft macht veränderte Präsentationsmechanismen für das Werk notwendig. Zboralski übernimmt dabei wissenschaftliche und museologische Dispositive, die als formale Systeme Stellvertreterfunktionen übernehmen. Um seine Sammlungen, Recherchen und Materialagglomerationen zu systematisieren, zu konzentrieren und auf einen zündenden Punkt zu bringen, übernimmt der Künstler in Personalunion die Rollen des Kurators, Auftraggebers, Kunstwissenschaftlers und seines eigenen Museumsdirektors. Das individuelle Werk relativiert sich als ein gesellschaftlicher Prozeß, bei dem es viele Beteiligte gibt.
Geistige Systeme sind über-individuell. Und wie bei der Weltraumforschung gibt es Abfallprodukte, die sich im Alltag als segensreich erweisen können. Bei Zboralski entsteht beim „corporate collecting“ ein Randbereich als neues quasi-wissenschaftliches System: Das Fehlersampling kompiliert aus mißglückten Dokumentationen herausragender Werke zeitgenössischer Kunst neue Bilder als BlowUp und neue Rezeptionsmöglichkeiten, die in ihrer Präsenz und Herkunft eine ähnlich anonyme Autonomie behaupten wie UFO-Fotografien: Es geht darum, etwas Nichterklärbares darzustellen, und das führt schließlich zu überhaupt nichts, außer der Rückführung des Materials zu sich selbst.

 „...Theorie ist innerhalb der Kunstwelt selbst nichts als Spinnerei.“ (Mike Kelley)

Martin Bochynek

Vita  

1967
1985-92
1993
1994
1995
1997
1999

2000



2001


2002

2003



2004

geboren in Wattenscheid
Staatl. Kunstakademie Düsseldorf, Klasse Gerhard Richter, Meisterschüler
“Zusammenlegung jetzt” Forum Bilker Straße, Düsseldorf
“Integrale” NGBK Berlin
“Vorspiel 2”, Galerie Bochynek, Düsseldorf
“Area 51”, Galerie Bochynek, Düsseldorf (Einzelausstellung)
Projekt: “Mangelhafter Fünfling/Ringausläufer”, Landesgartenschau Oberhausen
“Basler Flugblätter 1”; Galerie Guy / Murray, New York
“Basler Flugblätter 2”; Galerie Bochynek, Düsseldorf
“Click” Fotografien von Künstlern, Galerie Bochynek, Düsseldorf
“The Köln Show”, Galerie Bochynek, Düsseldorf
“unknown reality”, OHIO Vitrine, Eintrachtstr. 2, Köln
“Das Gordon-Matta-Clark Problem, Galerie Bochynek, Düsseldorf
“2.Liga Nord”, Galerie mini, Duisburg (mit Jörg Paul Janka)
“Tische der Kommunikation”, Museum Folkwang Essen
“Wilfried 9”, Theater der Welt, X-Wohnungen, Duisburg
Förderpreis Stadt Düsseldorf, New York Stipendium
“Wilfried 9”, La Nuit Art Video, Strasbourg
“besenrein”, Galerie Bochynek, Düsseldorf (mit Jörg Paul Janka)
“Sun Ra und Outer space”, Kabinett der Agenten, Star Sun, Duisburg-Rheinhausen
“muss ja”, Leute und Flugobjekte, Schauspielhaus Bochum (mit Sibylle Berg)
„verantwortlich: Die Verantwortlichen“, Galerie Bochynek, Düsseldorf (mit Jörg Paul Janka)
„Kokeln“, Kabinett der Agenten, Star Sun, Duisburg-Rheinhausen (mit Jörg Paul Janka)
„roc them“, X – Wohnungen, Hebbel am Ufer, Berlin
“Tombola”, Kjubh e.V., Köln, (mit Jörg Paul Janka)
„das böse“, Guardini Galerie, Berlin

Arbeiten  

Zboralski - Arbeit 1

Beschreibung der Alienkörper
In 64% der Fälle werden Aliens als gebrechlich dünn angegeben. Ohne wirkliche Muskulatur, dünnhalsig und mit engen Schultern wie ein Skelett beschreiben sie die Entführten.
„Illustrationen bestätigen dies oft (...) Sie sehen kopflastig aus und prekär mit riesigen Köpfen, die auf dünnen Hälsen balancieren – unproportioniert zum Rest des Körpers – mit mageren Gliedern und eingefallener Brust“ (Quelle: Bullard Studie, 1988)

Zboralski - Arbeit 2

Wilhelm Lehmbruck: Der Weltentrückte
Seine Figuren überschatteten ihn, der so anspruchslos unter ihnen stand. Die Transzendenz seiner Werke, die den Raum erfüllte, färbte sozusagen nur durch einen Bewußtseinsprozeß auf die Person Lehmbrucks ab. Es schien, als ob ein Gott offenbar direkt durch ihn sprach, wenn er schuf, dann aber ging der Gott offenbar an andere Geschäfte und überließ den Menschen seinem Alltäglichen (...)
Dann war er plötzlich abgereist, und einige Zeit später, noch plötzlicher, hörten wir die völlig unverständliche Nachricht von seinem Selbstmord. Er war knapp vierzig Jahre alt. Was dieses einmalige deutsche Bildhauergenie zu diesem Schritt getrieben hat, ist bis heute offenbar unaufgeklärt.
(Quelle: Hans Richter, Dada Profile)

"Geheimnisse des Unbekannten", 2002-2005     Rolandprint auf Dibond     je 155 x 100 cm


Die Künstler der Goldstraße 15:
Hildegard BauschlicherHorst InderbietenMichael KieferEvangelos KoukouwitakisSigrid Kruse Wolf Diethard Lipka
Josef Müller
Walter SchernsteinAndré SchweersHans-Jürgen Vorsatz Ulrike Waltemathe Joerg Zboralski

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